Welche Arten von Kreditkarten gibt es?

Wie eine Kreditkarte funktioniert, hängt von der Abbuchungsart ab. Dabei gibt es vier Arten der Kreditkarten: Prepaid, Debit, Charge und Revolving. Prepaid- und Debit-Karten zählen eigentlich nicht zu den Kreditkarten, wirken aber für viele Verbraucher so, da auf ihnen die Logos der Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa zu sehen sind.

Was ist eine Debitkarte?

Eine Debitkarte ist eine Zahlungskarte, die Geld direkt vom Girokonto des Verbrauchers abbucht. Die Debitkarte wird auch als Bankkarte, EC-Karte, Sparkassenkarte oder Bankomatkarte bezeichnet. Sie wird zur Bargeldauszahlung an Geldautomaten verwendet, oder um Waren oder Dienstleistungen bargeldlos zu zahlen.

Was ist eine Prepaidkarte?

PrepaidKreditkarten sind Kreditkarten zum Aufladen, die genauso wie reguläre Kreditkarten genutzt werden können. Bevor der Inhaber der Prepaid Kreditkarte diese jedoch zum Bezahlen oder Bargeldverfügen nutzen kann, muss er die Prepaid Karte zunächst monetär aufladen.

Wichtig: Bei Debit- und Prepaid-Karten kann es Probleme geben, wenn Du damit ein Hotelzimmer oder einen Mietwagen buchen willst. Diese Karten werden vor Ort beim Bezahlen womöglich nicht akzeptiert, auch wenn Du darüber beim Buchen im Internet nicht informiert wurdest.

Was ist eine Chargekarte?

Bei Charge-Kreditkarten werden die Umsätze monatlich vom Konto abgebucht. Eine Charge Karte ist die in Deutschland am häufigsten genutzte Kreditkarte.
Nutzer tätigen Umsätze und an einem, von einem Karten ausgebenden Institut festgelegten Stichtag, werden die angefallenen Kosten in einem Betrag vom Girokonto eingezogen.

Was ist eine Revolvingkarte?

Diese Variante funktioniert wie ein Ratenkredit: Jeden Monat wird nur ein Teil der ausstehenden Summe vom Girokonto abgebucht. Bei dieser Teilzahlungsfunktion fallen jedoch hohe Zinsen an. Du kannst aber, wenn Du willst, das Geld jederzeit auf einen Schlag zurückzahlen. Das ist aufgrund der hohen Kosten die bessere Option.

Die Revolving-Kreditkarte ist eine von drei Kreditkartentypen und besonders in den USA sehr verbreitet. Anders als bei der Charge-Kreditkarte müssen die Beträge nicht mit der monatlichen Abrechnung sofort beglichen werden. Revolving Cards werden auch als „echte Kreditkarten“ oder „Kreditkarten mit Kreditfunktion“ bezeichnet.

Der zur Verfügung gestellte Kreditrahmen kann voll ausgeschöpft werden und mit einem vereinbarten Zahlungsziel in Raten oder aber auch sofort beglichen werden.

Finanziell ergibt sich daraus ein optimaler Freiraum, allerdings sind die Soll-Zinsen auch nicht gerade niedrig.

Einige Banken bieten auch an, den offenen Betrag komplett von Deinem Girokonto abzubuchen, so wird die Revolving-Karte für Dich zur Charge-Karte. Wenn dies nicht möglich ist, ist die entsprechende Karte nur für gut organisierte Verbraucher eine Option.

Vor- und Nachteile einer Revolving-Kreditkarten

Vorteile der Revolving Kreditkarte

  • einige Revolving-Kreditkarte bieten Zusatzleistungen
  • ermöglicht größere Einkäufe
  • Abzahlung über einen längeren Zeitraum
  • Ausgaben können auch komplett beglichen werden
  • weltweiter Online- und Offline-Einsatz möglich
  • ermöglicht das Abheben von Bargeld

Nachteile der Revolving Kreditkarte

  • teilweise hoher Sollzinssatz
  • höhere Zinsen als bei einem Rahmenkredit
  • Schuldenspirale kann drohen
  • keine automatische Vollzahlung
  • nichts für Verbraucher ohne Ausgabendisziplin
Kreditkarten leicht erklärt
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