Finanz Lexikon: Zinseszins

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Zinseszins – die Zinsabgrenzung, bei der jede nachfolgende Zinsabgrenzung größer wird als die vorherige.
Zinseszinsen werden beispielsweise angewendet, wenn der Bankeinlagenvertrag die Aktivierung von Zinsen voraussetzt, d.h. die regelmäßige Hinzufügung von Zinsen zum Einlagenkörper. Somit erhöht sich mit jeder nachfolgenden Periode der Betrag, auf den die Zinsen berechnet werden. Infolgedessen ist bei gleichem Zinssatz das Einkommen aus einer Einlage mit Zinskapitalisierung höher als aus einer Einlage mit am Ende der Laufzeit aufgelaufenen Zinsen. Zinseszinsen, die bei der Bedienung eines Kredits anfallen, erhöhen wiederum den Betrag, den der Kreditnehmer dem Kreditgeber schuldet. Die Einrichtung von Zinseszinsen im Rahmen eines Konsumentenkreditvertrags ist verboten. Das Gesetz erlaubt auch nicht die Bildung von Zinseszinsen im Falle eines Ausfalls einer Geldverpflichtung.

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